Was haben Stuttgart 21 und Florenz 21 gemeinsam ?
Während hier im Lande ein heftige Bewegung gegen Stuttgart 21 in Gange ist, gibt es auch in Italien ein ähnliches Projekt, welches die Gemüter auf italienischer Seite erregt – das Projekt Florenz 21. Wie man sieht ist dieser Aufbruchprozess in die Zukunft von morgen kein Einzelfall. Beide Länder - Baden Württemberg als auch die Toskana streben eine Modernisierung für die Zukunft an. Auch hier ist in Florenz der Bahnhof Firenze Santa Maria Novella ein Kopfbahnhof und behindert damit den Anschluß an das Hochgeschwindigkeitsnetz der italienischen Eisenbahnen. Bereits jetzt verkehren die neuen Hightec Züge auf diversen Strecken und man soll dann in 2 Stunden und 45 Minuten von Rom Tiburtina nach Mailand Rogoredo in Höchstgeschwindigkeit fahren können. Dafür wurden bereits neue Bahnhöfe zu den alten bestehenden Bahnhöfen in Mailand und Rom gebaut. Um nun auch an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen zu werden , muss hier in Florenz auch ein neuer Bahnhof gebaut werden. Der neue Durchgangs-Haltepunkt soll in ungefähr einem Kilometer Entfernung zum bestehenden Kopfbahnhof Santa Maria Novella entstehen und zum neuen Hauptbahnhof der Stadt werden. Auch hier sind wieder gigantische Summen im Spiel – man rechnet auch hier mit 1,5 Milliarde Euro. Wie so üblich hat sich das Projekt auch hier wieder verzögert – das ganze Projekt Florenz 21 sollte schon fertig sein und der letzte Knotenpunkt zwischen Rom und Mailand im Hochgeschwindigkeitsnetz geschlossen werden. Die Gegner von Florenz 21 lauten hier Geologen , Umweltschützer und die Kirche. Gründe gegen Florenz 21 sind die zukünftigen gravierenden Schäden an historischen Bauwerken und an Wohngebäude auf Grund des speziellen Untergrundes in Florenz. Die Wirtschaft ist für einen Bau, da dadurch das Wirtschaftsverkehrsnetz von Turin bis nach Salerno näher aneinanderrückt. Auch gibt es hier wie in Stuttgart sicherlich noch viele Fragen, die das Projekt verzögern können und werden. Eines bleibt klar – moderner Fortschritt oder Gefahren für die Umwelt oder historische Sehenswürdigkeiten – diese Mammutprojekte spalten Menschen und bringen diese auf die Strassen. Bisher plant man mit der Fertigstellung in Florenz im Jahre 2015 – ob das zu halten ist , bleibt abzuwarten. Wie gigantisch diese Projekte aber sein können, zeigt alleine die Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Mailand und Bolognia entland der Autobahn A1 mit all seinen Veränderungen.

