Schweres Kreuzfahrt Unglück vor der Insel Giglio in der Toskana
In der Nacht auf Samstag ist in der Toskana vor der Küste der Insel Giglio das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia auf Grund gelaufen. Nur wenige Stunden nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Civitavecchia am gestrigen Abend wurde die Mittelmeerkreuzfahrt für 4200 Menschen zur Katastrophe. Die Passagiere wurden gestern beim Abendessen um 22.00 Uhr an Bord von dem Unglück überrascht, als das 270 Meter lange Schiff bei Giglio auf Grund lief und und dabei einen 70 Meter langen Riß in das Schiff hinterließ. Der Wassereinbruch an Bord nur nur wenige Meter von dem Hafen von Giglio lies dann das Kreuzfahrtschiff in Seitenlage geraten. Hier erste Bilder von den Kollegen von der Webcam bei Giglio.

Bei dem Unglück kamen mindestens 3 Menschen ( zwei französische Touristen und ein peruanisches Crew-Mitglied ) ums Leben, aktuell werden zwischen 50 bis 70 Menschen aktuell vermisst – die Angeben sind sehr unterschiedlich. Laut Angaben waren zu diesem Zeitpunkt mehr als 4.200 Menschen an Board des Kreuzfahrtschiffes gewesen, darunter auch 500 Deutsche, 1000 Italiener und 150 Franzosen. Nach ersten Aussagen des Auswärtigen Amtes sind keine Deutschen unter den Toten zu beklagen, aber mittlerweile sind eine Deutsche unter den Verletzten dabei. Das Schiff war zu einer Mittelmeerkreuzfahrt aufgebrochen und sollte nach Palermo, Cagliari, Palma de Mallorca, Barcelona und Marseille fahren. Warum gerade diese Route gewählt worden ist, ist aktuell unklar. Medienberichten zufolge gab es technische Probleme. Die Hafenbehörde von Livorno hat die Ermittlungen aufgenommen . Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt nun aktuell wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und Herbeiführung eines Schiffbruchs. Mittlerweile wurde aus diesem Grund laut italienischen Medien der Kapitän der “Costa Concordia”, Francesco Schettino festgenommen. Große Sorge bereitet der Provinz Grosseto die 2400 Tonnen Treibstoff des Kreuzfahrtschiff. Ein Auslaufen hätte hier auf das Ökosystem ungeahnte Folgen. Die Insel Giglio liegt im Naturschutzgebiet des Toskanischen Archipels und unterliegt hier strengen Auflagen. Große Sorge bereitet der Provinz Grosseto die 2400 Tonnen Treibstoff des Kreuzfahrtschiff. Ein Auslaufen hätte hier auf das Ökosystem ungeahnte Folgen. Die Insel Giglio liegt im Naturschutzgebiet des grössten Meerespark Europas, der sich von Livorno bis zur Halbinsel Monte Argentario die Küste hinabzieht. Der Toskanische Archipel umfasst neben Elba auch die kleineren Inseln wie Isola del Giglio, Capraia, Pianosa, Montecristo, Giannutri und Gorgona.
Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden erst zur Insel Giglio und dann auf das benachbarte Festland nach Porto Santo Stefano gebracht, wo Sie in Unterkünften vor allem in der Toskana betreut werden, da die Insel Giglio im Winter kaum bewohnt ist. Giglio ist im Sommer eine beliegte Urlaubs- und Bade-Insel.
Überflug mit dem Helikopter über der Unglückstelle mit der Guardia della Finanza :



